Der König

Alt und gebrechlich der König,

Sein Heer zum Schutze bereit,

Stark er sich gibt, gewöhnlich,

Doch nun sein Ende sich zeigt.

Angreifbar für alle Demagogen

Die den Fall herbeiführen wollen,

Hetzen, hetzen, dass Volk belogen,

Vorher auf Knien Untertänigkeit zollen.

Doch stark sein Heer im Innern,

Unantastbar bis über den Tod,

Gibt es kein jämmerliches wimmern,

Niemals im Reich die Hungersnot.

Freiheit ist des Volkes Elixier,

Dafür des Kampfes Willen bereit,

Verachtung der heimtückischen Gier

Des Volkes Knechtung befreit!

© Martin Vieth - 27.06.2017